Alle Wege führen nach... Windischeschenbach

scroll

Wir machen dich fit für den Gefahrguteinsatz!

Das Einsatztraining CBRN als optimale Erweiterung.

Unsere Einsatz- und Führungskräfte des Katastrophenschutzes sind zunehmend mit komplexen Einsatzlagen mit Gefahrstoffbeteiligung konfrontiert. Bei der Bewältigung von Schadenslagen mit chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahren (CBRN) bedarf es eines speziellen einsatztaktischen Vorgehens. Da derartige Lagen – wie im bereits im Blogbeitrag im März 2025 thematisiert – global zunehmen, ist ein realitätsnahes Training unerlässlich.

Als Erweiterung unseres Trainingsangebots neben dem Basistraining CBRN, geht das Einsatztraining CBRN schwerpunktmäßig auf die Bewältigung von Schadenslagen mit CBRN-Zusammenhang ein. Unsere Teilnehmer trainieren in realistischen Szenarien das Vorgehen bei Gefahrguteinsätzen.

 

Inhalte des Einsatztraining CBRN

 Unserer Trainings vermitteln grundlegende Fähigkeiten, praxisnahes Wissen und suffiziente Handlungsabläufe auf Grundlagen der aktuellen Handlungsempfehlungen und Vorgaben (z.B. FwDV 500, DGKM-Richtlinie, etc.). Das Einsatztraining CBRN vermittelt schwerpunktmäßig folgende Inhalte:

– Einsatztaktische Grundlagen im CBRN-Einsatz
– Durchführung einer Lageerkundung und -meldung im CBRN-Einsatz
– Ordnung von Raum und Zeit im CBRN-Einsatz
– Durchführung spezieller Maßnahmen (erweiterte LSM, Vorsichtung, etc.) im CBRN-Einsatz

Auch unser Einsatztraining richtet sich nicht nur an spezialisierte Einheiten oder Einheiten des Bundes mit entsprechender Ausrüstung, sondern spricht alle Einsatzkräfte aus Rettungsdienst und Katastrophenschutz an. Zielgruppe sind alle Helfer der Hilfsorganisationen mit abgeschlossener Helfergrundausbildung. Eine spezialisierte Ausbildung oder Ausstattung ist nicht notwendig.

 

Fazit – Jede Einsatzkraft sollte teilnehmen!

CBRN-Lagen begegnen uns im Einsatzalltag häufiger als angenommen. Das Training derartiger Schadenslagen in realitätsnahen Simulationen ist daher unerlässlich, um auf derartige Einsätze vorbereitet zu sein. Im Einsatztraining CBRN trainieren Einsatzkräfte aller Hilfsorganisationen, auch ohne spezialisierte CBRN-Qualifikation – trainiere auch du bei uns! www.bayzbe.de/termine

Trainieren im BayZBE: Finde die richtige Trainingsart für Dich!

Besondere Einsatzlagen, wie beispielsweise der Massenanfall von Notfallpatienten und Betroffenen, die lebensbedrohliche Einsatzlage (LbEL) oder das Starkwetterereignis, sind erfreulicherweise nicht an der Tagesordnung. Trotzdem sind bayerische Einsatz- und Führungskräfte des Katastrophenschutzes immer häufiger mit derartigen Einsätzen konfrontiert. Als Bayerisches Zentrum für besondere Einsatzlagen (BayZBE) haben wir es uns daher zur Aufgabe gemacht euch für derartige Einsatzalgen fit zu machen.

Hierfür haben wir ein einzigartiges Trainingskonzept erarbeitet, welches Theorie, Praxis und realistische Simulationen optimal miteinander verknüpft. Bei uns erlebt ihr realitätsnahe Trainings, die euch perfekt auf komplexe Einsatzlagen vorbereiten – vom routinierten Handgriff bis zur strategischen Führungsentscheidung.

Unser modular aufgebautes Konzept umfasst drei Arten von Lehrgängen, die individuell auf unterschiedliche Ausbildungsziele abgestimmt sind:

________________________________________
1. Basistraining

In unseren Basistrainings trainiert ihr Themenschwerpunkte und festigt bereits vorhandenes Fachwissen. Nach theoretischer Auffrischung mittels kompakten Impulsvorträgen werden die Themen im Rahmen von Skilltrainings praktisch trainiert und geübt. Den Abschluss bildet in der Regel ein Einsatzszenario, in dem das Erlernte in einer simulierten Lage angewendet wird.

Beispiele für Basistrainings am

BayZBE:
– Basistraining Lebensbedrohliche Einsatzlagen
– Basistraining Lebensrettende Sofortmaßnahmen in LbEL
– Basistraining Patientenablage
– und viele mehr

________________________________________

2. Einsatztraining:

In unseren Einsatztrainings stehen realistische Szenarien im Mittelpunkt. Ziel ist es, die Zusammenarbeit unter Einsatzbedingungen zu trainieren – unter Stress, Zeitdruck und Unsicherheit. Die Szenarien sind thematisch fokussiert und bieten euch die Möglichkeit, beispielsweise Kommunikation, Koordination oder Entscheidungsfindung unter realitätsnahen Einsatzbedingungen zu trainieren und euer Können praktisch anzuwenden. Selbstverständlich finden auch in unseren Einsatztrainings zusätzlich vereinzelte Wiederholungen von fachtheoretischen Inhalten statt – meistens in Form von kompakten Impulsvorträgen.

Beispiele für Basistrainings am BayZBE:
– Einsatztraining SanEL
– Einsatztraining Führungsstufe A
– Einsatztraining Führungsstufe B
– und viele mehr

________________________________________
3. Individualtraining: euer Training nach Bedarf

Jeder Einsatz ist anders und jede Organisation hat unterschiedliche Anforderungen. Das Individualtraining bietet maximale Flexibilität: Inhalte, Schwerpunkte und Trainingsformen werden nach eurem Bedarf und auf eure Einheit konzipiert. Ob ausgeprägte Skilltrainings, ausführliche Vorträge oder realitätsnahe Szenarien – wir entwickelt im engen Austausch mit euch ein individuelles Programm.

________________________________________
Theorie, Praxis und Simulation – ein starkes Dreieck

Alle Trainingsarten am BayZBE vereinen fachliche Theorie, praktisches Üben und realitätsnahe Simulation. Die Kombination aus kurzen, prägnanten Impulsvorträgen, gezielten Skilltrainings und fordernden Einsatzlagen ermöglicht ein nachhaltiges Lernen mit Praxisbezug – so werdet ihr fit für besondere Einsatzlagen!
Interesse an einem Lehrgang?
Informiere dich jetzt über unser aktuelles Kursangebot auf unserer Website oder nimm Kontakt mit unserem Team auf. Wir freuen uns auf dich!

Wenn Struktur den Einsatzverlauf bestimmt.

Basistraining Patientenablage
Bei größeren Einsatzlagen sind Einsatzkräfte in der Regel mit einer hohen Anzahl an Exponierten (Patienten und Betroffenen) konfrontiert. Die Ordnung des Raumes einer Einsatzstelle stellt daher eine zentrale Rolle zur suffizienten Bewältigung der Schadenslage dar. Der Strukturierung von Patientenablagen kommt hierbei ein besonderer Stellenwert zu. Die Zusammenführung von Patienten in sogenannten Patientenablage ermöglicht den Einsatzkräften in Phasen der Ressourcendefizit die Patientinnen und Patienten beispielsweise strukturiert zu sammeln sowie (Vor-)Sichtung und eine medizinische Erstversorgung durchzuführen.

Maßnahmen an der Patientenablage gemäß MAN-Richtlinie 2025 sind unter anderem:
– Kennzeichnung der Patientenablage
– Vorsichtung bzw. ärztliche Sichtung
– Ausstattung der Patienten mit Verletztenanhängekarte
– Wiederherstellung und Sicherung der Vitalfunktionen
– Übergabe der Patienten an Rettungsmittel
– Dokumentation

Oft bilden sich bereits vor Eintreffen der ersten Rettungskräfte spontane Patientenablagen, welche anschließend übernommen oder neu strukturiert werden müssen. Das Basistraining Patientenablage bietet daher das perfekte Training zur Festigung von Grundlagen und Basiswissen.

 

Warum ist dieses Training notwendig?
Einsätze mit einer über das tägliche Maß hinausgehenden Anzahl an Notfallpatienten stellen auch im Alltag von Einsatzkräften seltene Schadenslagen dar, nehmen jedoch zu. Einsatzkräfte müssen hierbei von gewohnten einsatztaktischen Abläufen abweichen und diese regelmäßig trainieren.

 

Inhalte des Basistrainings Patientenablage
Das Training am BayZBE vermittelt praxisnahes Wissen und grundlegende Fertigkeiten, um Einsatzkräfte für diese Einsatzlagen zu sensibilisieren. Dabei stehen folgende Themen im Fokus:

– Anwendung und Umsetzung von spezifischen Einsatzkonzepten in besonderen Einsatzlagen
– Grundlagen und Arten von Patientenablagen
– Aufbau und Betrieb
– Strukturierung einer spontan gebildeten Patientenablage
– Führung einer Patientenablage
– Patientenregistrierung und -dokumentation
– Schnittstellenkommunikation (z.B. Transportorganisation)

Das Basistraining richtet sich an Helfer aller Hilfsorganisationen mit abgeschlossener Grundausbildung. Das Basistraining am BayZBE gibt Einsatzkräften die Möglichkeit, in realitätsnahen Simulationen zu trainieren.

 

Fazit – Jede Einsatzkraft sollte teilnehmen!
Ohne gezieltes Training ist eine sichere und effiziente Errichtung von Patientenablagen sowie eine zielgerichtete Durchführung von relevanten Maßnahmen kaum möglich. Durch regelmäßiges Training können Einsatzkräfte Abläufe und Schnittstellen optimieren, um im Ernstfall sicher und effektiv zu handeln. Training ist der erste Schritt zur erfolgreichen Lagebewältigung!

Anschläge, Terrorakte, Sabotagen

Vergangenen Mittwoch fand in den Räumlichkeiten der Versicherungskammer Bayern in der Warngauer Straße in München eine hochkarätig besetzte Veranstaltung statt, organisiert vom Wirtschaftsbeirat Bayern gemeinsam mit dem Bayerischen Zentrum für besondere Einsatzlagen (BayZBE). Unter der Federführung von Philipp Pollems, Ausschussvorsitzender Unternehmenssicherheit im Wirtschaftsbeirat Bayern, und Philipp Jahreis, Referent der Geschäftsführung in der Stabsstelle Kooperation und Fundraising des BayZBE, kamen rund 140 Gäste zusammen, um sich über aktuelle Sicherheitsbedrohungen und Präventionsmaßnahmen auszutauschen. 

 

Hochkarätige Gäste & Impulse für die Zukunft 

 Nach der Begrüßung und kurzen Einführung durch Philipp Pollems eröffnete Daniel Pröbstl, Geschäftsführer des BayZBE, den Abend mit einer eindrucksvollen Analogie zum Profisport: Während Spitzen-Fußballvereine ihre Fußballer für Titel mit modernsten Methoden und Technologien trainieren, trainieren ehren- & hauptamtliche Einsatzkräfte im BayZBE mit modernsten Methoden und Technologien, um Menschenleben zu retten. Die Bedeutung von realitätsnaher Vorbereitung auf Krisensituationen stand dabei im Fokus. 

 Es folgte eine Videobotschaft von Prof. Dr. Frank Walthes, Vorstandsvorsitzender der Versicherungskammer Bayern, welcher den Abend leider aus terminlichen Gründen nicht beiwohnen konnte. Er wurde vor Ort durch Dr. Katja Gehrke vertreten, die den Gästen im Anschluss die Bedeutung von Sicherheitsvorsorge in Unternehmen und Gesellschaft verdeutlichte und gleichzeitig die Botschaft sendete, dass man trotz aller Herausforderungen und Sorgen nicht vergessen darf auch Bewegung und Begeisterung zu bewahren und die Zuversicht nicht zu verlieren. Ein besonderer Dank gilt der Versicherungskammer Bayern für die Ermöglichung der Veranstaltungsdurchführung in ihrem Hause und ihre langjährige Unterstützung des und die Zusammenarbeit mit dem BayZBE von Beginn an. 

 Ein Höhepunkt des Abends war die Rede von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, der eindringlich auf die wachsenden Gefahren durch Terror, hybride Bedrohungen und Wirtschaftsspionage hinwies. Er unterstrich, dass Bayern laut der aktuellen Kriminalstatistik weiterhin das sicherste Bundesland Deutschlands ist – doch gerade Unternehmen stehen vor neuen Herausforderungen. 

 

 Podiumsdiskussion: Unternehmenssicherheit als Gemeinschaftsaufgabe 

 In der anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Philipp Pollems, diskutierten: 

Joachim Herrmann, MdL, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Integration und Sport
– Frank Seeger, Leiter Unternehmenssicherheit der Audi AG
– Thomas Haas, Geschäftsführer des BayZBE

  Es wurde klar: Jedes Unternehmen muss sich aktiv mit Sicherheitsfragen beschäftigen. Während große Unternehmen wie Audi über ausgeprägte Sicherheitsstrukturen verfügen, fehlt vielen Mittelständlern der Zugang zu vergleichbaren Ressourcen. Die Diskussion führte zur Idee, ein “BayZBE für die Wirtschaft” zu schaffen – eine Plattform, die mittelständischen Unternehmen gezielte Unterstützung in Sicherheitsfragen bietet und diese darauf vorbereitet. Ein spannender Denkansatz, der weiterverfolgt werden sollte, meinte Philipp Pollems, selbst Geschäftsführer eines Sicherheitsdienstleistungs-Unternehmens, zum Abschluss. 

 

 

 Networking & Ausblick 

 Nach der Diskussion nutzten die Gäste das Get-Together, um sich zu vernetzen und weiterführende Gespräche zu führen. Unser Dank gilt dem Wirtschaftsbeirat Bayern, insbesondere dem Generalsekretär Michael Hinterdobler, sowie seinem Vorgänger Dr. Johann Schachtner und dem Team des Wirtschaftsbeirats Bayern, stellvertretend für diese Fr. Stefanie Rose, und natürlich allen Gästen für ihr Interesse und die wertvollen Impulse. 

 

 Wir freuen uns auf die nächsten spannenden Diskussionen und eine weiterhin enge Zusammenarbeit! 

Alltäglicher Einsatz, und doch mit speziellen Anforderungen

Basistraining Räumung/Evakuierung med. Einrichtungen

Die Evakuierung medizinischer Einrichtungen stellt eine der größeren Herausforderungen für Einsatzkräfte dar. Krankenhäuser, Pflegeheime und Reha-Kliniken sind Orte, an denen Menschen mit eingeschränkter Mobilität, lebenswichtiger medizinischer Versorgung und hoher Schutzbedürftigkeit untergebracht sind. Ein reibungsloser Ablauf in Notfällen wie Bränden, Naturkatastrophen oder technischen Ausfällen ist entscheidend. Das Basistraining Räumung/Evakuierung von medizinischen Einrichtungen bietet ein praxisnahes Training, indem die Grundlagen und das Basiswissen zu diesem Thema trainiert werden können.

Warum ist dieses Training notwendig?

Im Gegensatz zu Gebäuden ohne medizinischen Kontext müssen Einsatzkräfte hier mit besonderen Erschwernissen zurechtkommen. Neben der bereits dargestellten medizinischen Abhängigkeit der Patienten, welche unter Umständen auch auf lebenserhaltende Medizintechnik angewiesen sind, gilt es die hohe Personenanzahl auf diversen Etagen zu erfassen, zu koordinieren und zu kanalisieren.

Inhalte des Basistrainings Räumung/Evakuierung von med. Einrichtungen

Das Training am BayZBE vermittelt praxisnahes Wissen und grundlegende Fertigkeiten, um Einsatzkräfte für diese Einsatzlagen zu sensibilisieren. Dabei stehen folgende Themen im Fokus:

Grundlagen der Räumung und Evakuierung
– Strukturen klinischer Einrichtungen
– Schnittstellen von Präklinik und Klinik
– Systematische Patientenübergabe
– Möglichkeiten der Patientenevakuierung mit klinischen Hilfsmitteln

Das Basistraining richtet sich an Helfer aller Hilfsorganisationen mit abgeschlossener Grundausbildung. Das Basistraining am BayZBE gibt Einsatzkräften die Möglichkeit, in realitätsnahen Simulationen zu trainieren.

Fazit – Jede Einsatzkraft sollte teilnehmen!

Ohne gezieltes Training ist eine sichere und effiziente Evakuierung kaum möglich. Durch regelmäßiges Training können Einsatzkräfte und Krankenhauspersonal die Abläufe und Schnittstellen optimieren, um im Ernstfall sicher und effektiv zu handeln. Training ist der erste Schritt zur erfolgreichen Gefahrenbewältigung!

Eine essenzielle Sensibilisierung für jede Einsatzkraft

Basistraining CBRN

In einer Welt, in der chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren (CBRN) eine zunehmende Rolle spielen, ist eine grundlegende Sensibilisierung für Einsatzkräfte unerlässlich. Das Basistraining CBRN bietet ein praxisnahes Training, indem die Grundlagen und das Basiswissen zu diesem Thema trainiert werden können. Spezielle Vorkenntnisse sind nicht notwendig. CBRN wird häufig im Kontext von Katastrophenschutz und Gefahrenabwehr verwendet, wo er den früheren Begriff ABC ablöst.

Warum ist dieses Training notwendig?

CBRN-Gefahren sind oft unsichtbar, geruchlos und können unbemerkt große Auswirkungen auf Menschen und Umwelt haben. Durch absichtliche oder unfallbedingte Freisetzung solcher Stoffe kann potenziell jede Einsatzkraft in ein solches Einsatzszenario eingebunden sein. Zum Beispiel bei chemischen Unfällen (Verkehrsunfälle, Industriebetriebe), beim Umgang mit biologischen Erregern (z. B. Viren oder Bakterien), radiologische Kontamination (z. B. durch radioaktive Substanzen in medizinischen Einrichtungen) oder nukleare Ereignisse (z. B. Störfälle in Betrieben oder Kernkraftwerken).
Durch unser Training sollen die Einsatzkräfte für die Gefahren sensibilisiert werden, das Erkennen geschärft, und somit ein sicheres agieren mit daraus resultierenden adäquaten Maßnahmen erzielt werden.

Inhalte des Basistrainings CBRN

Das Training am BayZBE vermittelt praxisnahes Wissen und grundlegende Fertigkeiten, um Einsatzkräfte für CBRN-Gefahren zu sensibilisieren. Dabei stehen folgende Themen im Fokus:

– Grundlagen der CBRN-Gefahren: Erkennen von Gefahrenquellen und Grundsätze der Gefahrenabwehr
– Sicheres Verhalten im Einsatz: Schutzmaßnahmen, Persönliche Schutzausrüstung (PSA) und einfache Dekontaminationsmaßnahmen
– Kommunikation und Zusammenarbeit: Bedeutung der interdisziplinären Schnittstellen und der Zusammenarbeit
– Praktische Anwendung: Einrichtung und Betrieb benötigter Strukturen im CBRN-Einsatz

Sensibilisierung für alle Einsatzkräfte

Das Basistraining CBRN richtet sich nicht nur an Einheiten des Bundes mit zusätzlicher Schutzausstattung oder spezialisierte Einheiten, sondern an alle Einsatzkräfte aus Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Das Training richtet sich an alle Helfer der Hilfsorganisationen mit abgeschlossener Helfergrundausbildung. Eine spezialisierte Ausbildung oder Ausstattung ist explizit nicht erforderlich.

Fazit – Jede Einsatzkraft sollte teilnehmen!

CBRN-Lagen sind nicht mehr nur theoretische Szenarien, sondern realistische Einsatzsituationen welche uns im Alltag häufiger begegnen als vielleicht angenommen. Das Basistraining am BayZBE gibt Einsatzkräften die Möglichkeit, in realitätsnahen Simulationen zu trainieren. Sensibilisierung ist der erste Schritt zur erfolgreichen Gefahrenbewältigung!

neue MAN Richtlinie StMI

Am 21. Januar 2025 veröffentlichte das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration eine aktualisierte Richtlinie zur Bewältigung von Ereignissen mit einem Massenanfall von Patienten und betroffenen Personen (MAN-RL). Diese Überarbeitung zielt darauf ab, die Strukturen und Abläufe bei größeren Schadenslagen in Bayern zu optimieren. Ebenfalls wurden in diesem Rahmen die Inhalte der Handlungsempfehlung für Rettungsdiensteinsätze bei lebensbedrohlichen Einsatzlagen (REBEL-Konzept) mit übernommen.

In die Weiterentwicklung sind Erkenntnisse eingeflossen, welche aus Übungen und Einsätzen der letzten Jahre generiert werden konnten, um entsprechende Anpassungen in der Richtlinie vorzunehmen.

Die Version ersetzt somit die bisherige MAN-RL aus dem Jahr 2016 inklusive deren Anlagen sowie die Handlungsempfehlung REBEL

Wesentliche inhaltliche Neuerungen:

Erweiterte Definition und Aufnahme des Begriffs „Exponierte“: Die neue Richtlinie hat nun eine erweiterte Begriffsdefinition und berücksichtigt nun auch explizit Personen, die durch ein Schadensereignis mittelbar und unmittelbar bedroht oder geschädigt wurden. Eine Kategorisierung in Patienten und Betroffene erfolgt im Rahmen des Sichtungsprozesses. Dies ermöglicht eine umfassendere Betreuung und Versorgung aller Personen am Schadensort.
Ersteinschätzung – Vorsichtung –Kennzeichnung – Registrierung: Neben der Aufnahme neuer Begrifflichkeiten orientieren sich die Inhalte und Definitionen maßgeblich an den Protokollen der Sichtungs-Konsensus-Konferenz des BBK
Änderung im einsatztaktischen Vorgehen: Maßgebliche Änderungen finden sich hier im Prozess der Lageerkundung. Auch die Einsatzkräfte, welche zur Vorsichtung eingesetzt werden, wurde neu geregelt. Hier kommen ab sofort geschulte nichtärztliche Einsatzkräfte zum Einsatz.
Standardisierte und neue Strukturen und Führungsstrukturen: Die Rollen des Leitenden Notarzt (LNA) und des Organisatorischen Leiters (OrgL) wurden nochmals klarer herausgestellt, um eine einheitliche Führung und Koordination an Einsatzstellen sicherzustellen. Neu hinzugekommen ist die Führungsfunktion des ärztlichen Abschnittsleiters, welcher z.B. die medizinische Führung an einer Patientenablage übernehmen kann. Weiterhin wurden die Aufgaben in einer Transportorganisation konkretisiert und die Psychosoziale Notfallversorgung erweitert.
Einführung eines Qualitätsmanagements: Ein neues Qualitätsmanagementsystem wurde implementiert, um Einsätze systematisch auszuwerten und kontinuierlich Verbesserungen in den Abläufen zu ermöglichen.

 

Erstellung der Richtlinie:

Die Überarbeitung der Richtlinie erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen dem Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, sowie Experten und Vertretern der Hilfsorganisationen. Ziel war es, aus Erfahrungen vergangener Einsätze zu lernen und aktuelle Herausforderungen angemessen zu berücksichtigen.

 

Wichtigkeit der Evaluation und Anpassung:

Die regelmäßige Überprüfung und Anpassung solcher Richtlinien sind essenziell, um auf neue Herausforderungen und Entwicklungen reagieren zu können.

Die aktualisierte MAN-Richtlinie stellt somit einen wichtigen Schritt zur Stärkung des Rettungsdienstes und Katastrophenschutzes in Bayern dar und gewährleistet eine optimale Versorgung im Falle von Großschadensereignissen.

 

Ausblick:

Durch die Anpassungen der Richtlinie ergibt sich vermehrter Schulungsbedarf der Einsatzkräfte des Bayerischen Katastrophenschutzes und des Rettungsdienstes. Hierzu erarbeitet eine Arbeitsgruppe des StMI parallel bereits Schulungs- und Ausbildungsmaterialien. Ebenfalls ist es wichtig die Änderungen in den Abläufen zu trainieren, um die Handlungskompetenz der Einsatz- und Führungskräfte zu stärken. Die neuen Richtlinien wurden bereits in die bestehenden Lehrgänge am BayZBE inkludiert und die Lerninhalte entsprechend angepasst.

 

Lehrgänge am BayZBE mit Bezug zu der MAN Richtlinie (Anpassungen gemäß Richtlinie von 7.1.25 wurden bereits vorgenommen)

– Basistraining Vorsichtung
– Basistraining Lebensrettende Sofortmaßnahmen
– Basistraining Patientenablage
– Führen A
– Führen B
– Einsatztraining SanEL

 


Link zu CBRN in der Zivilen Verteidigung BBK


Link zu MANV in der Zivilen Verteidigung BBK

Das BayZBE als Mobilfunk-Reallabor

Ein Wegweiser für die mobile Zukunft

Im Herzen des BayZBE (Bayerisches Zentrum für besondere Einsatzlagen) entsteht derzeit in engster Kooperation mit Vodafone Deutschland ein hochmodernes Mobilfunk-Reallabor, das einen Teil dazu beiträgt, den Weg für die mobile Kommunikation von morgen zu ebnen. Mit der Fertigstellung des Projekts werden wir über fünf Mobilfunkzellen verfügen, die die gesamte Infrastruktur der drei Liegenschaften abdecken. Dies stellt eine optimale Testumgebung für die Erprobung neuer Technologien und Kommunikationslösungen dar.

Unser Ziel ist es, eine realitätsnahe Mobilfunkumgebung bereitzustellen, die den Ansprüchen von realitätsnahen Einsatzszenarien gerecht werden. Dies umfasst sowohl Innen- als auch Außenbereiche, in denen die neuesten Funktechnologien und -anwendungen getestet werden können.

 

Die Mobilfunkzellen im Überblick:

Indoor-Sektor für das Trainings- und Simulationsgebäude (Liegenschaft C): Hier wurde bereits eine umfangreiche Funkanlage installiert, die sowohl den Innen- als auch den Außenbereich rund um das Gebäude vollständig abdeckt.

Indoor-Sektor für das Multifunktionshaus 3 (Liegenschaft B): Ebenfalls wird in unserer zweiten Liegenschaft eine Funkanlage für die Versorgung des Gebäudes und des Vorfelds rund um die Patientenanlieferung aufgebaut. Insgesamt befindet sich das Multifunktionshaus 3 derzeit im Ausbau, mit geplanter Inbetriebnahme ab 2025.

Outdoor-Standort mit drei Sektoren (Liegenschaft A): Auf dem großen Trainingsaeral werden künftig die Übungsflächen im Freifeld sowie die Gebäudeversorgung der Kulissengebäude mit Mobilfunkzellen ausgerüstet. Die Planungen hierzu sind in vollem Gange.

Anbindung über Glasfaser: Alle Liegenschaften sind mit hochwertigem Glasfaser untereinander verbunden. Diese Anbindung an den Mobilfunk ist bereits live und stellt sicher, dass die Datenübertragung schnell und zuverlässig funktioniert.

 

Die Vorteile des BayZBE Mobilfunk-Reallabors:

Das Mobilfunk-Reallabor von BayZBE bietet zahlreiche Vorteile und ermöglicht es, in einer kontrollierten Umgebung innovative Technologien zu erproben:

Netz wie in realen Einsatzlagen: Durch die Implementierung eines öffentlichen Netzes, das den Anforderungen realer Einsätze entspricht, können neue Technologien wie Bevorrechtigung, Slicing, Sprach- und Daten-Priorisierung getestet werden.

Breite Technologiepalette: Im BayZBE sind alle aktuellen Mobilfunkstandards von 2G bis 5G verfügbar, sodass sämtliche Dienste und Endgeräte, die auch im echten Einsatz genutzt werden, getestet werden können.

Vielfalt an Spektrum: Durch die Nutzung von Low-, Mid- und Highbands wird ein optimales Mobilfunkerlebnis gewährleistet, was sich in hohen Datenraten und einer großen Flexibilität in der Netzgestaltung widerspiegelt.

Hohe Datenraten und niedrige Latenzen: Dank der Kombination von verschiedenen Spektren und der Nutzung des 5G-Standards können hohe Datenraten und kurze Latenzen erreicht werden. Dies ist besonders relevant für Echtzeitanwendungen wie beispielsweise im Drohneneinsatz.

Hohe Gerätedichte und Störsicherheit: Das Netz kann eine große Anzahl an Geräten gleichzeitig verarbeiten, ohne an Performance zu verlieren. Zudem sorgt das lizenzierte Vodafone-Spektrum für störungsfreie Verbindungen.

Sicherheit und Mobilität: Durch die Mobilfunkstandards wird ein hohes Maß an Sicherheit und Datenverschlüsselung gewährleistet. Gleichzeitig erlaubt die Netzarchitektur unterbrechungsfreie Übergänge zwischen den Funkzellen und dem übergeordneten Makronetz.

Dediziertes Netz für spezielle Anwendungen: Durch den Einsatz von 5G- und 4G-Slicing sowie Priorisierung, bekommen die BayZBE Anwendung in Zukunft Netzressourcen zur Verfügung gestellt, damit ein Betrieb der Anwendung auch in Überlastsituationen ermöglicht wird.

Corporate Data Access (CDA): Durch die Bereitstellung von Anbindungen des öffentlichen Netzes an BayZBE-interne IT Ressourcen erhalten wir eine umfangreiche Testumgebung in welcher es möglich wird, Datenflüsse direkt aus dem öffentlichen Netz in die internen IT-Strukturen zu lenken und die verschiedenen Funktionalitäten zu testen. CDA hilft uns z. B. die umfangreiche Simulationstechnik kabellos anzubinden.

 

Der Blick in die Zukunft: Der Einsatz von 6G

Die mobile Kommunikation entwickelt sich kontinuierlich weiter, und auch nach 5G wird die technologische Reise nicht enden. Mit 6G steht bereits der nächste Mobilfunkstandard am Horizont, der eine noch höhere Geschwindigkeit, bessere Vernetzung und weitere, noch undefinierte Entwicklungen bieten wird.

In einem Umfeld wie dem BayZBE, dass auf die Erprobung neuester Technologien ausgelegt ist, könnte 6G eine entscheidende Rolle spielen. Durch niedrige Latenzzeiten, noch höhere Datenraten und die Möglichkeit, eine noch größere Anzahl von Geräten simultan zu vernetzen, bietet 6G Potenzial für zukunftsweisende Anwendungen wie z. B. die Integration von künstlicher Intelligenz in Echtzeitprozesse, KI Video Auswertung und vieles mehr, für den Einsatz in kritischen Einsatzszenarien.

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Mit dem Mobilfunk-Reallabor sind wir bereits heute auf die Technologien von morgen vorbereitet. Durch die mögliche Integration von 6G wird das künftige Trainingsareal eine noch zentralere Rolle bei der Entwicklung und Erprobung zukunftsweisender Kommunikationstechnologien spielen und damit den Weg für neue, innovative Lösungen in der Einsatzplanung und -durchführung ebnen.

Hitzewelle und Hitzeschutz!

Am Sonntag, dem 21.07.2024 erreichte die globale Tagesdurchschnittstemperatur einen Wert von 17,09 Grad (laut EU-Klimawandeldienst Copernicus) – noch nie seit Beginn der Aufzeichnen 1940 war es auf der Erde so warm. Der bisherige Rekord war mit 17,08 Grad im vergangen Juli 2023 gemessen worden.

Die letzten Wochen waren schon Vorboten von möglichen Hitzewellen, die das Arbeiten im Büro oder zuhause vor neuen Herausforderungen stellen – ganz zu schweigen in Pflege- und Senioreneinrichtungen oder unterwegs im Rettungsdienst. Dazu kommt es immer öfters zu Extremwetterereignissen, wie erst Anfang Juni nahezu in ganz Bayern. Andere Länder hat es dabei noch viel stärker getroffen, teilweise mit Temperaturen mit bis zu 50° C.

Auch die Politik hat nun eine Bedarfslücke erkannt und eine Vielzahl an Empfehlungen und Vorgaben eingeführt oder plant umzusetzen aber was ist verpflichtend, was ist notwendig, und wann muss es los gehen?

Das vorliegende Poster, als visualisierte Ausarbeitung der aktuellen Situation, Bündelung von Informationen, Ausblick und Checkliste, soll als Ausgangspunkt für jede Hilfsorganisation, für jede Liegenschaftsleitung, für jeden interessierten Mitarbeiter sein, sich mit der Thematik Hitzeschutz und Hitzefolgen auseinander zu setzen.

Gibt es Maßnahmen, die man sofort umsetzen kann, können Gebäude ohne große bauliche Veränderungen angepasst werden? Erkennt jede Einsatzkraft typische Krankheitsbilder an Betroffenen – und sich selbst? Welche Vorgaben wurden 2024 geschaffen und wie kann ich als Einsatzkraft mich selbst oder meine Wache befähigen Risiken einer Hitzewelle entgegenzuwirken und nicht selbst auszufallen?

All diese Fragen sollen mit einem Verweis auf beteiligte Akteure angestoßen werden – das Hitzeposter erhebt nicht den Anspruch einer vollständigen Abbildung des Themenkomplexes, sondern ein Einstieg in die Thematik.

Gemeinsam mit Vertretern der Hilfsorganisationen ist die Projektidee beim Runden Tisch der Wissenschaft im BayZBE entstanden und wurde als gemeinsame Ausarbeitung in den letzten Wochen vorangetrieben – pünktlich für die aktuelle Hitzewelle, die akute Reaktion: Was kann ich jetzt machen?

Wir freuen uns, wenn Sie vorliegenden Denkanstoß in die breiten Tragen, ob gedruckt oder als E-Mail Anhang und sich mit der Hitze auseinander setzen, so dass ihre Mitarbeiter, Kollegen, Ehrenamtlichen resilienter gegenüber der Auswirkungen von Hitze werden.

Anbei folgt eine Linkübersicht, damit auch gedruckt die weiterführenden Informationen abgerufen werden können. Eine erklärende textliche Ausarbeitung wird ebenfalls im Sommer folgen.

Im Namen der Hauptverfasser, Laura Koltes, MHD, und Wilko Beinlich, BayZBE, wünschen wir einen kühlen Kopf in diesem Sommer – kommen Sie gut durch, und das Trinken nicht vergessen!

 

Poster zur Hitzewelle und Hitzeschutz

Link und Informationssammlung zum Hitzewelle und Hitzeschutz Poster

Die Universität der Bundeswehr in München benötigt eure Hilfe, macht ihr mit?

Die Universität der Bundeswehr München (UniBw M) und das Bayerische Zentrum für besondere Einsatzlagen benötigen nochmals Deine Unterstützung, um unser Angebot noch zielgerichteter zu gestalten!

 

Wir hängen euch den Flyer der UniBw M für den zweiten Teil der Online-Befragung an, vielen Dank für die Teilnahme – damit fördert ihr die Stressforschung und werdet selbst ein Teil der angewandten Forschung, denn die erlangten Erkenntnisse sollen euch im Training und in der Vorbereitung auf euere Einsätze bestmöglich helfen.

 

Link direkt zur Umfrage: https://survey.unibw.de/ZgaRp/

    Teilnehmerinformationen

    Die Kosten für die Unterkunft belaufen sich je nach Unterbringung zwischen 50,00 € und 80,00 €. Die Abrechnung erfolgt direkt über das Hotel.

    *Pflichtfelder

      Kontaktdaten der entsendenden Stelle

      Teilnehmer

      *Pflichtfelder

        Teilnehmerinformationen

        *Pflichtfelder