Unser Tunnelsystem erreicht den nächsten Meilenstein
Der Bau des neuen Tunnelsystems unter der Trümmerfläche des Moduls „Zerstörte Infrastruktur“
am BayZBE in Windischeschenbach schreitet planmäßig voran. Mit dem Abschluss der
Rohbauarbeiten des gesamten Moduls ist ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht.
Als nächster Schritt folgt die Elektroinstallation, mit der die technische Infrastruktur der Anlage umgesetzt wird.
Das unterirdische Tunnelsystem wurde auf einer Fläche von rund 500m² errichtet und umfasst mehr
als 80 Meter Kriechstrecke. Die Anlage bildet Kanalisation und vergleichbare urbane Bauwerke des
Hoch- und Tiefbaus realitätsnah nach und erweitert die Trainingsmöglichkeiten für Einsatzkräfte im
Bereich der technischen Hilfeleistung.
Über einen Zugang auf der Trümmerfläche gelangen Einsatzkräfte in die versteckte
Trainingsumgebung. Dass Tunnelsystem umfasst Kriechstrecken, eine Verbindung zum Keller des
Einsturzhauses sowie ein verzweigtes Netz aus Sackgassen und ringförmigen Streckenführungen.
Stahlbetonrohre mit einem Durchmesser von 1,20 Metern, Gefällestrecken, Wasserbereiche und
bauliche Hindernisse schaffen realitätsnahe Bedingungen für Ausbildung und Training.
Im weiteren Ausbau wird die Anlage mit moderner Simulations- und Überwachungstechnik
ausgestattet. Gemeinsam mit der Firma SIMStation entstehen unter anderem Kamera- und
Kommunikationssysteme, die eine umfassende Beobachtung und Steuerung von Übungen
ermöglichen. Ergänzend sorgen Lautsprecher und Raummikrofone für eine realistische
Darstellung unterschiedlicher Einsatzlagen.
Auch die Sicherheit ist ein fester Bestandteil der technischen Ausstattung. Mehrere Notfalltaster,
eine technische Überwachung der Anlage sowie drei Notausstiege an die Oberfläche ermöglichen
im Bedarfsfall ein schnelles Eingreifen der Trainer und die Einleitung der Rettungskette.
Mit dem abgeschlossenen Rohbau ist die Grundlage für die nächsten Ausbauschritte geschaffen
und damit ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Fertigstellung der neuen Trainingsumgebung.
